TL1-Praxisprüfung des BLTV in Kroatien (Labin Sv.Marina) 27.-28.06.

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Doppelgeburtstag am ersten Prüfungstag

Mit einem stimmgewaltigen Ständchen für die beiden Geburtstagskinder André und Jörg begann der neue Tauchtag um 8:45 Uhr am Scuba Center Sveta Marina bevor der TLvD den anstehenden Vormittagstauchgang vorstellte.


Die fröhlichen „Geburtstagskinder“

Bei glatter See ging es mit dem Boot für einen Tieftauchgang (40+) mit Luftmanagement an den Tauchplatz „Felsentor“. Ziel war es, bewusst in die Dekopflicht zu gelangen und bei der Lösung von Rechenaufgaben in großen Tiefen die Reaktion des Körpers zu erfahren. Danach begann bereits in der Tiefe das Luftmanagement zum Ausgleich von Luftverbrauchsdifferenzen durch Atmung aus dem Hauptatemregler des Partners mit dem größten Luftvorrat. Parallel war der Aufstieg in flacheres Gewässer zu meistern, wobei der lange Mitteldruckschlauch des Hauptatemreglers gute Dienste erwies. Knifflig wurde die Suche des richtigen Bootes. Während das kleinere Boot am Rand der Bucht ankerte und so durch die Beachtung der natürlichen Gegebenheiten gefunden werden konnte, benötigte man für das größere Boot den richtigen Kompasskurs, um im Freiwasser an der zutreffenden Stelle auftauchen zu können. Die Rückfahrt wurde für Spontanreferate genutzt, bis wir in den heimischen Hafen einfuhren. Nach dem Versorgen der Ausrüstung und dem Debriefing ging es schnurstracks in die liebgewonnene Pizzeria, in der auch gute Salate angeboten werden, was von denjenigen zu ignorieren war, die sich eine lupenreine Pizzawoche vorgenommen hatten. Am Nachmittag stand der erste „scharfe“ Prüfungstauchgang an – die legendäre „Fuchsjagd“, bei der ein Taucher in Luftnot mit angehaltenem Atem die in 10 m Entfernung vor ihm tauchende Gruppe zur Notfallversorgung zu erreichen hat. Natürlich war die Gruppe stets bemüht, möglichst langsam zu tauchen. Die erfahrenen Ausbilder aber kannten ihre Pappenheimer und hielten den Jäger ausreichend lange zurück. Es war eine interessante Erfahrung festzustellen, wie lange 10 m sein können, wenn sich das Ziel ständig von einem entfernt. Nach dem sogenannten Abgesang trafen sich sämtliche Ausbilder und Teilnehmer in einer sehr netten Runde an der Poolbar des Campingplatzes, um auf das Wohl der beiden Jubilare anzustoßen. Eine ausgiebige Geburtstagsfeier stand nicht auf dem Plan, da alsbald die Aufgaben des nächsten Tages vorzubereiten waren.

Der Wind wird stärker

Zur gewohnten Zeit trafen sich das Ausbilderteam und die TL1-Anwärter an der Basis, um sich im Rahmen des TLvD-Vortrages auf den ersten Tauchgang des Tages vorzubereiten. Auf dem Programm stand der Aufstieg unter Wechselatmung.


Beladen des Tauchbootes (Foto Manni)

Da dem Wettergott der ohnehin hohe Schwierigkeitslevel dieser Aufgabe wohl nicht ausreichte, schaukelte das Tauchboot erstmals in dieser Woche auf etwas größeren Wellen. Dennoch herrschte während der Fahrt überall gute Stimmung. Wie am Vortag fand der Tauchgang am „Felsentor“ statt, denn auch der geplante Aufstieg sollte aus 40 Metern Tiefe erfolgen. Als die letzte Gruppe an der Wasseroberfläche ankam, forderte Dieter bereits zur Eile auf, um pünktlich in der Pizzeria unseres Vertrauens einzutreffen.
Nach dem gewohnt köstlichen Mittagssnack regenerierten einige Teilnehmer die Energiereserven bei Kaffee und Eis, wobei manche bereits ihre Ausrüstung für den nächsten Tauchgang vorbereiteten. Zum zweiten Mal stand die Rettungsübung auf dem Tagesplan – dieses Mal jedoch als „scharfer“ Prüfungstauchgang. Etwas überraschend spielten die jeweiligen Prüfer den verunfallten Taucher, aber wurden trotzdem mehr oder weniger zügig von ihrer Gruppe aufgefunden und im Eiltempo zurück in die Einstiegsbucht gebracht.
Im Anschluss wurde der Tag wie immer im obligatorischen „Abgesang“ zusammengefasst.


täglicher Abgesang (Foto Manni)

Um den Abend locker ausklingen zu lassen, trafen sich die TL1-Anwärter auf der Terrasse der Apartments und erzählten bei einem kühlen Getränk über die persönlichen Erfahrungen des aufregenden Tauchtages.
Dominik und Jörg Steinacker

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