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Kurz vor der stressigen Weihnachtszeit stand nun endlich das lang erarbeitete Wochenende an! Einige von uns ließen es erstmal nass-kalt angehen und trafen sich am Freitagnachmittag noch auf einen kleinen Sprung in den Ilsesee bei Augsburg. An der Tauchbasis konnten wir uns umziehen, rein in den Trocki und ab in das kalte, aber sehr klare Nass! Ein wunderschöner Stör rundete den Tauchgang perfekt ab. Leider wurden manche trotz Trocki nass, was Ihnen jedoch letztendlich nichts ausmachte, denn Charly versorgte uns wieder super mit einem heißen Tee zum Aufwärmen.

Nach dem kleinen Tauchausflug wurde es dann aber wieder ernst! Im Auto wurden auf der Fahrt nach Kaufbeuren noch einmal die Lernunterlagen ein letztes Mal studiert, die Referate auf Hochglanz poliert und die Kugelschreiber „gespitzt“! Das Prüfungswochenende stand unweigerlich vor der Tür. Nach einem Willkommens-Abendessen im Hotel ging es auch direkt in die Seminarräume und die ersten Referate wurden vorgetragen. Bis „tief in die Nacht“ trugen wir unsere Themen zu Umweltschutz, Tauchausrüstung, Medizin und vielem mehr vor. Für einige von uns war damit der erste Teil erledigt, manch anderen stand erst am Samstag der große Prüfungstag bevor. Den Abschluss des Abends macht unser Ausbilder Klaus mit einem letzten Vortrag, dessen Inhalt uns für den Rest des Wochenendes prägen sollte: die „extrinsische und intrinsische Motivation“ wurde zum geflügeltem „Wort“! Als wären die Prüfungen aber noch nicht genug, ging es um Punkt 0700 auch schon wieder ins wunderbar warme Wasser des Hallenbades für Spiel, Spaß und Sport anhand selbst erarbeiteter Übungen.

Nach 1 ½ Stunden auspowern waren wir fit für die zweite Runde der Referate, es wurden wieder einige spannende Themen gehalten, bei denen auch wir noch etwas dazu lernen konnten! Dieser aufregende Teil wurde mit einem wohlverdienten Mittagessen belohnt, welches uns auf die letzte, schriftliche Prüfung vorbereitete. Auf vielen Seiten erwarteten uns 50 Fragen zu allen Themen der Vorträge – leider wurde die so gut gelernte, extrinsische und intrinsische Motivation nicht geprüft…schade!

Nach einer kurzen Zeit haben unsere spitzen Korrekturleser auch schon alle Prüfungen gesichtet und mussten uns „leider“ mitteilen… dass alle zusammen bombastisch gut abgeschnitten haben und wir es nun endlich geschafft hatten, juhu!! Nach dem anstrengenden Teil schloss ein entspannter Vortrag von Klaus über die Arbeit der BLTV Sachabteilung Jugend den Tag ab. Auf Grund der bestandenen Prüfungen freuten wir uns nun sichtlich erleichtert auf den bevorstehenden Abend. Nach einem leckeren Abendessen und ein paar Getränken zum Anstoßen auf diesen besonderen Tag, wurden uns vom Ausbilderteam feierlich die Lizenzen übergeben. Jeder von uns durfte ein schönes Foto zusammen mit Axel schießen, bevor wir unsere „Geschenke“ überreicht bekamen! Wir freuten uns über eine schicke Aktentasche, welche eine Ausgabe des Taucherblattls, verschiedene Infoflyer und einen persönlichen Trainer C Stempel enthielt.

Dies war jedoch noch nicht genug an diesem feierlichen Abend! Unser fürsorglicher Charly lud uns alle noch zu einem kleinen Umtrunk und einer winterlichen Grilleinlage zu sich nach Hause ein. Er sorgte mit diversen Getränken für einen genussvollen Abend und verwöhnte uns abschließend noch mit einem gegrillten Mitterachtssnack. Glücklich, gesättigt und sehr müde fielen wir am Samstag ins Bett und durften mal richtig lange ausschlafen! Nach einem üppigen Frühstück im Hotel, welches uns mit allem versorgte was das Herz begehrt, hörten wir noch einmal gespannt den abschließenden Worten von Manni, Axel und Klaus zu. Der große Abschied stand bevor. Schweren Herzens setzten wir uns ein letztes Mal zusammen an den Mittagstisch, genossen noch einmal die Kulinarik des Hotels und dem ein oder anderen steht nun ein kalter Schnitzel Entzug bevor. Bei strahlendem Sonnenschein stiegen wir alle wieder in unsere Autos und erinnerten uns schon jetzt an die schöne Zeit zurück, die wir gemeinsam bei diesem Kurs verbracht haben, nicht nur als Lehrgangskollegen und Ausbilder, sondern mehr als Freunde. Wir haben zusammen gelernt, geschwitzt, gelacht und uns gegenseitig unterstützt, wie ein richtiges Team! Danke an alle für die schöne Zeiten in Kaufbeuren und Oberhaching.

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Knapp eine Woche nach unserer Ausbildungswoche in Oberhaching trafen wir uns erneut für eine Theorieeinheit. Da es dieses Jahr bei den TL- Ausbildungen so gut geklappt hatte, haben wir uns auch für dieses Format entschieden.

Nachdem wir in Oberhaching bereits die Dauer- und Intervallmethode praktisch erproben durften, gab es bei Christopher nun die nötigen Leistungsphysiologischen Grundlagen über die Trainingsmethoden.
Dank der aeroben (oder anaeroben? ;-)) Energiebereitstellung rauchte uns hier sehr schnell der Kopf. Nach dem theoretischen Input gab es noch etliche praktische Hinweise und Einblicke zu Trainingsprinzipien, Krafttraining und der Trainingsgestaltung im allgemeinen.

Im Anschluss gab es von Anderl noch eine Übersicht über Doping im Leistungssport.
Erleichtert stellen wir fest, dass Koffein seit 2004 komplett von der Liste der verbotenen Wirkstoffe genommen wurde. Juchhu, unser Lehrgang ist gerettet :-)))

Weiter ging es mit Sportverletzungen, Prävention sowie Erste Hilfe bei den verschiedenen Verletzungsarten.
Zum Schluss führte Anderl noch das Thema Angst und Panik aus. Wir hörten etwas über Ursache und Entstehung sowie den Zusammenhang zwischen Angst und Panik und deren Vermeidung.
Er erläuterte, worauf man bei seinem Tauchpartner achten muss und wie man beim Tauchen mit beginnender Angst sowie Panik umgeht.

Mit großer Betroffenheit verfolgten wir auch seine Schilderungen über die aktuelle Coronalage und die Überlastung der Krankenhäuser.

Wir hoffen sehr, dass unser letztes Wochenende in Kaufbeuren stattfinden kann und wir uns alle noch einmal persönlich treffen können.

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Tag 1:

Wenige Tage nach dem ersten Ausbildungswochenende in Kaufbeuren ging es für uns nun also an der renommierten Landessportschule in Oberhaching weiter.
Nach kurzem Einchecken an der Rezeption und der obligatorischen Überprüfung der 3G-Regeln konnten wir auch gleich unsere Zimmer für die nächsten Tage beziehen.
Vor dem großen Speisesaal wurden wir am frühen Abend vom Lehrgangsleiter Axel Rimpler sowie den uns schon bekannten Ausbildern Manni Schlüter, Klaus Merk und Dennis Geis (TL3 Anwärter des BLTV) wieder herzlich begrüßt. Aber natürlich haben wir uns auch sehr über das Wiedersehen mit den anderen Lehrgangsteilnehmern gefreut. Unsere Gruppe war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch stark dezimiert: es fehlten leider vier der Teilnehmer. Für zwei sollte der Lehrgang auch leider auf Grund von Corona-Kontaktbeschränkungen schon zu Ende sein. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!
Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen ging es dann auch gleich mit dem ersten Theorieunterricht im sehr funktionalen Hörsaal los: Axel Rimpler sprach noch den Verlauf der kommenden Woche an, stellte uns die Sportschule vor und hielt einen sehr informativen Vortrag über den Aufbau der ABC-Ausbildung und des ABC-Trainings. Zum Schluss zeigte er uns noch die Räumlichkeiten der Schule: das Schwimmbad, die beeindruckenden Mehrfachturnhallen, die Räumlichkeiten für die anderen Sportarten (Squashcourts, Tischtennis, Gymnastik…), sowie die äußerst beliebten Aufenthalts- und Gesellschaftsräume.
Pünktlich um 20 Uhr war der offizielle Teil dann zu Ende. Die angehenden Trainer C berieten sich kurz und verabredeten sich zu einem Spaziergang auf dem Sportschulgelände: Dies war die Geburt eines abendlichen Frischluft-Rituals, welches sich die ganze Woche fortsetzen sollte.
Wieder zurück im Gebäude, trafen wir uns in einem der Gemeinschaftsräume, um die Eindrücke des Tages, die anstehenden Lehrproben und Prüfungen im Kreise der Teilnehmer zu besprechen aber auch um viele private Erlebnisse, Geschichten und Anekdoten aus dem jeweiligen Taucherleben zu erzählen. Man merkte es deutlich: Die Gruppe rückte immer enger zusammen.

Tag 2:

Nach einer erholsamen Nacht in den neuen Betten stand als erstes das Frühstücks-Buffet auf dem Programm. Frisch gestärkt ging es dann auch gleich für komfortable 3 Stunden ins Wasser: als Vorbereitung zu den Lehrproben standen die Inhalte der DTG-Ausbildungen im methodischen Praxisverlauf an. Bei den Übungen wie “Fuchsjagd”, “Rettung eines verunfallten Tauchers” und “Atemregler-Angeln” wurde den Teilnehmern anschaulich der systematische Aufbau einer Lehreinheit mit DTG nähergebracht.


DTG Ausbildung im Bad
Nach der Bad-Einheit war dann wieder Theorieunterricht angesagt. Manni erklärte uns die viele Aspekte der “Grundlagen der Vermittlung”.
Im Anschluss an die dringend notwendige Mittagspause, bei der sich erfreulicherweise auch wieder einer der fehlenden Teilnehmer dazu gesellte, stellten uns Axel und Manni den nächsten Referenten vor: Dieter Popel, Präsident des BLTV, hielt einen Vortrag über Versicherungen im Allgemeinen sowie die für uns zukünftigen Ausbilder und unsere Vereine angebotenen Versicherungen des VDST und des BLSV.
In der darauffolgenden Lehreinheit durften wir einen weiteren Referenten begrüßen: Uli Zimmermann, der uns mit seinem Vortrag über Wettkampfsportarten im VDST und der CMAS – explizit die Disziplinen Orientierungstauchen, Finswimming und Apnoewettkampf – näherbrachte.
Kurz nach dem Abendessen ging es dann auch gleich wieder ins kühle Nass: Wir durften verschiedene Flossenformen, die wir ja in der vorangegangenen Theorie schon kennengelernt hatten, ausprobieren und konnten am eigenen Leib erfahren, welch faszinierenden Geschwindigkeiten mit einer Monoflosse zu erreichen sind. Auch kam natürlich die ABC-Ausbildung wieder nicht zu kurz. Es wurde unter anderem auf die anstehenden ABC-Abnahmen und die Sicherung des Partners beim 50m-Streckentauchen eingegangen.
Nach einer heißen Dusche stand dann auch schon wieder ein Spaziergang, bei dem sich auch ein weiterer fehlender Teilnehmer zurückmeldete, sowie eine gemütliche Runde im Aufenthaltsbereich an…

Tag 3:

Der Dienstag begann nach einem stärkenden Frühstück am Beckenrand zur Abnahme der ABC-Anforderungen, wobei 50m Streckentauchen mit vollem Magen durchaus zur Herausforderung werden können. Nachdem die Abnahmen mit sehr gutem Erfolg abgearbeitet waren, hatten wir eine kurze wasserfreie Pause, die wir natürlich wieder mit Theorieunterricht füllten.
Vor dem Mittagessen ging es nochmals ins Schwimmbad-diesmal gingen wir in den Gruppen zusammen mit unseren Ausbildern in der Praxis nochmals die wichtigsten Dinge durch, auf die beim Ausbilden zu achten sind. Hierbei konnten gleich nochmals ein paar Sachen, für die am nächsten Tag anstehenden Lehrproben aufgeschnappt werden.


Falltraining mit Werner
Nach einer Theoriestunde mit Manni standen Ausgleichssportarten unter der Anleitung von Werner Enzinger an, einem ehemaligen TrC Lehrgangsteilnehmer und TL1 aus Rosenheim. Unsere Befürchtung diese Einheit mit Joggen verbringen zu müssen erfüllte sich zum Glück nicht und es wurde ein sehr spannender Nachmittag. Wir begannen mit einem kurzen Workout zum warm werden, anschließend beschäftigten wir uns mit dem richtigen Fallen. Dabei übten wir unter Werners Anleitung wie man mit aus dem Kampfsport abgeleiteten Techniken sich am besten bei Stürzen mit der Tauchausrüstung schützen kann. Den Abschluss der Stunde verbrachten wir mit “Wolken schieben”, wobei wir Bewegungsübungen aus dem Qigong machten.
Als letzte Veranstaltung des Tages unterrichtete uns Volker Patjens in der Theorie des Apnoetauchens. Themen waren z.B. die unterschiedlichen Apnoe Brevets, das richtige Sichern und Retten eines Apnoetauchers aber auch Atemtechniken und Hyperventilation, wobei gerade letzteres Thema viel Stoff für Fragen und Diskussionen bot (z.B. ab wann man spricht man von einer Hyperventilation?!?).
Zum Abschluss des Tages stand noch der mittlerweile zur Tradition gewordene Abendspaziergang an und anschließend noch das gesellige Beisammensitzen im Aufenthaltsbereich.
Und es erreichte uns noch eine leider traurige Nachricht: Die beiden noch fehlenden Trainer C – Kandidaten mussten den Kurs abbrechen. Die nötigen PCR-Tests ließen zu lange auf sich warten, so dass zu viel Unterricht versäumt wurde. Im Nachgang sehr ärgerlich, denn die Tests wären negativ gewesen. In Absprache mit der Lehrgangsleitung wurde jedoch jetzt schon vereinbart, dass die Beiden den Kurs beim nächsten Lehrgang weiterführen. Somit hat uns das Corona-Virus auch bei diesem Lehrgang ein paar Schwierigkeiten bereitet …

Tag 4:

Was am Vortag in der Theorie angesprochen wurde, fand nun Anwendung. So trafen sich um 08:00 Uhr alle zur gemeinsamen Apnoeeinheit unter Volkers Federführung. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem richtigen Ausbleien, wobei sich der eine oder andere mit der mitgebrachten Menge ganz schön verschätzt hatte. Es wurde deutlich mehr benötigt als gedacht. Premiere feierte für viele von uns das “Halsblei”. Hierbei konnte die bei Anwendung großartige Wasserlage jeden überzeugen.
Nach einer kurzen Theorieeinheit und dem Mittagessen war es nun so weit, die ersten Lehrproben standen an. Unter den strengen Augen der Ausbilder wurde – was vorher nochmals mit seinen Schülern und Helfern einstudiert wurde – vorgeführt. Unsere Anspannung war durchaus zu spüren und die Ausbilder machten sich einen Spaß daraus uns mit versteinerter Miene aufzurufen und uns nach Nennung aller verbesserungswürdiger Punkte mitzuteilen das wir bestanden hatten.
In der nächsten Theorieeinheit wurden wir über die unterschiedlichen Trainingsmethoden unterrichtet, die wir im Anschluss gleich wieder im Wasser ausprobieren durften. Im Nachhinein stellt sich die Frage, was anstrengender war, das Schwimmen der Bahnen oder das Zählen der Pulsschläge in 15 Sekunden und die anschließende Multiplikation mit vier. Einen hohen Puls mitzuzählen ist dabei gar nicht so einfach, ein paar zählten beim ersten Mal statt dem Puls die Sekunden, für andere war das Kopfrechnen schwieriger. Immerhin das Kopfrechenproblem konnte teilweise auf die Ausbilder verlagert werden, indem die Zahl noch vor der Multiplikation laut ausgerufen wurde und beim absegnenden Nicken des Ausbilders ging es zur nächsten Einheit zurück auf die Bahn.
Im Anschluss standen nun nochmals Lehrproben an, die wie schon die Vorherigen souverän gehalten wurden.
Nach dem die beim Training verbrannten Kalorien beim Abendessen wieder aufgefüllt wurden, machten wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang. Dieses Mal ließen wir auch unsere Ausbilder daran teilhaben.
Den Abschluss des Abends verbrachten wir mit gemeinsamen Kegeln. Hierbei übernahm Charly eine klasse Rolle als Kegelmeister, wobei er uns mit unterschiedlichsten und sehr unterhaltsamen Spielen durch den Abend führte.


Kegeln

Tag 5:

Nachdem der gestrige Tag nach dem leckeren Frühstücksbuffet tiefenentspannt mit einer Apnoe-Session gestartet war, erwartete uns heute genau das Gegenteil. Wettkampfsport in der Praxis in Form von Unterwasserhockey und Unterwasserrugby standen auf dem Plan. Wir starteten pünktlich um 08:00 Uhr am Beckenrand mit einer Einführung in den Unterwasserhockeysport und die benötigte Ausrüstung durch Ralph Cahn. Anschließend schnappten sich alle einen Schläger, einen Handschuh und eine Kappe und wir konnten endlich mal wieder ins kühle Nass. Die angenehme Kühle des Wassers verflog allerdings schnell bei den ersten Übungen zu Schläger- und Flossentechniken und wich spätestens zum Abschlussspiel der ein oder anderen Schnappatmung.


Anstoß beim Unterwasserhockey
Nach dem Hockey ist vor dem Rugby – das war das Motto dieses Morgens. Bei einer kurzen Oberflächenpause erklärte uns unser neuer Referent Rüdiger Hüls, was es mit dem Unterwasserrugby auf sich hat. Wir bekamen einen ersten Einblick in die Regeln, das Spielfeld und die Ausrüstung, bevor wir wieder ins Wasser durften, um mit ersten Passübungen zu beginnen. Die Übungen umfassten alle Varianten, vom einfachen Passen statisch unter Wasser bis hin zur Drehung beim Tauchen und Abspielen mit dem “Schokoladenhändchen”. Das Finale unserer morgendlichen Badeinheit bildete ein intensives Rugbyspiel, bei dem es zu dem ein oder anderen Maskenverlust in den Rangeleien kam, aber alle äußerst viel Spaß hatten.
Wieder im Hörsaal gab es ebenfalls durch Rüdiger Hüls einen Vortrag über die gesamten Wettkampfsportarten im VDST und bei der CMAS und deren Strukturen. Der Vortrag wurde durch anschauliche Videos der einzelnen Sportarten begleitet und besonders die doch eher unbekannte Wettkampfsportart “Sport Diving” stieß auf interessierte Ohren.
Im Anschluss an die hochverdiente Mittagspause ging es für uns alle wieder in das Hallenbad. Es standen die letzten drei Lehrproben an. So arbeiteten wir uns in den Lehrproben an diesem Tag vom Thema Zeittauchen über das Streckentauchen bis hin zum Thema Tarieren. Ergebnis: alle Bestanden!!!
Erleichtert ging es für uns nach der obligatorischen warmen Dusche wieder in den Hörsaal zu Christine Bühler, die uns die Verbandstrukturen von CMAS, VDST, BLTV, BLSV und DOSB näherbrachte. Die Zeit bis zum Abendessen wurde noch für einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft zur Feier des Tages genutzt. ;)
Da wir bereits um 18 Uhr mit dem Abendessen fertig waren und ausnahmsweise kein offizielles Programm bis 20 Uhr auf unserem Stundenplan stand und die Gesellschaftsräumlichkeiten ebenfalls erst um 20 Uhr öffneten blieb unserer Gruppe nichts Anderes übrig, als einen weiteren Spaziergang auf dem weitläufigen Gelände in Oberhaching zu unternehmen. ;)
Ab 20 Uhr stand dann dem gemütlichen Zusammensitzen im Aufenthaltsbereich auch nichts mehr im Wege, es wurde viel erzählt und gelacht, alle waren über die bestandene Lehrprobe erleichtert. Unter Aufsicht von unserem Lehrgangsleiter Axel versuchten sich spät abends einige besonders Mutige an der Ausgleichssportart Bouldern an der Treppe der Sportschule.


Boulderhalle Oberhaching

Tag 6:

Ein letztes Mal hieß es aufstehen in Oberhaching und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet genießen. Danach ging es mal wieder in den Hörsaal, doch diesmal trug keiner unserer üblichen Referenten vor, sondern wir durften dem ersten Probereferat von Maria über das Thema “Verletzungen durch Meerestiere” lauschen. Nach dem positiven Feedback durch unsere Ausbilder ging es ein letztes Mal ins Bad. Den Zeitslot, den wir nun im Bad hatten, war eigentlich noch für Lehrproben geplant. Da wir diese alle bereits gemeistert hatten, durften wir als Gruppe ein eigenes Training gestalten. Von Kraulübungen über Sprintwettkämpfe, bis hin zu Taucher-Polonaisen und Ruder-Neuner-Formationen war alles vertreten was das Herz höherschlagen lässt. Auch die ein oder anderen “lohnende” Pause.


Abschlussfoto beim Abschlusstraining

Nach dem Abschluss des Trainings im Warmwasserbecken ging es nochmal in den Hörsaal für die letzte kurze Einheit Theorie und den organisatorischen Abschluss der Woche.
Ein letztes Mal ging es im Anschluss für uns in die Kantine zum Mittagessen, bevor wir uns voneinander verabschieden mussten, um die Heimreise anzutreten.
Vielen Dank an unsere Lehrgangsleiter und Ausbilder für diese schöne, spaßige, lehrreiche, aber auch anstrengende Woche.
Markus, Tobias und Tim

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Erstes (verlängertes) Ausbildungswochenende vom 29.10. bis 01.11.2021

Was lange Zeit weit weg erschien, wurde am Halloween – Wochenende des Jahres 2021 schlagartig Realität.
Das erste Kaufbeuren-Wochenende zum BLTV – Trainer C – Kurs sollte also beginnen.
Nachdem wir am späten Nachmittag unsere komfortablen Zimmer im Flair Hotel “Am Kamin” in Kaufbeuren bezogen und unsere Sachen nach oben gebracht hatten, wurden wir von Axel Rimpler, dem Sachabteilungsleiter TrC, freundlich begrüßt, konnten uns ein wenig beschnuppern und die ersten Kontakte knüpfen.
Alle, die nicht in der Lage waren, Axel einen Essenswunsch für den ersten Abend aus den wahlweise vier schmackhaften Gerichten im Vorfeld mitzuteilen, wurde obligatorisch der “Kinderteller – Schnitzel mit Pommes” serviert. Axel selbst verkündete, dass er eh das ganze Wochenende über eine “Schnitzelflatrate” gebucht hatte. Als die Portionen aufgetischt wurden, war jedem gleich klar, dass es sicher keine “Kinderteller” waren, grins. Guten Appetit!!

Anschließen gab es eine Kennenlernrunde mit den Ausbildern des BLTV Manni Schlüter, Ralf Specht, Klaus Merk und Volker Patjens im Schulungsraum im obersten Stockwerk. Hier wurde uns gleich zu Beginn mitgeteilt, da es sich hier um eine Sportveranstaltung handele, sei der Aufzug für uns tabu. Es lebe der Sport!!
Als “Ausgleich” zum Treppensteigen, wurde uns im Gegenzug eine “Kaffeeflatrate” für die nächsten Tage schmackhaft gemacht. Beim täglich frühen Aufstehen und auf Grund der langen Unterrichte war das eine geniale Sache!! Tee gab es natürlich auch. Nach diesen aufbauenden Worten trafen wir uns im Bereich des Restaurants noch auf ein Getränk und Gesprächen über das Tauchen, bis wir uns an unserem ersten Abend ins Bett begaben.

die Kaffee und Latte Macciato-Flat

Am Samstagmorgen, pünktlich um 07:00 Uhr, standen wir alle hoch motiviert mit unserer Tauchausrüstung vor dem Jordan Badepark in Kaufbeuren. Gespannt, was uns erwarten würde, betraten wir die bereits hell erleuchtete Schwimmhalle. Nach dem Zusammenbau der VDST – konformen Ausrüstung sollten wir uns erst einmal unter Anleitung eines Ausbilders “Einschwimmen”. Aber halt! So ganz so einfach sollte es nicht werden! Ohne Flossen und Schnorchel?? Einfach nur in verschiedenen Varianten schwimmen?? So manchem von uns setzte die doch ungewohnte Fortbewegung sehr zu und so mancher Kraulstil zeigte, dass bezüglich der Technik noch Luft nach oben ist. Naja so weit so gut. Wir werden ja noch häufiger im Wasser sein.

Im Anschluss wurde in unserer Gruppe von Anderl, unserem Landesverbandsarzt, und Axel, die VDST Schlauchführung und der Zusammenbau des DTG so detailreich erklärt, dass am Ende nur noch Zeit für einen sehr kurzen Tauchgang blieb.
Da die Zeit im tiefen Becken begrenzt war, hieß es die Geräte in den vorbereiteten Geräteraum abzustellen. Wer jetzt schon dachte das wäre es gewesen, hatte sich geirrt. Ralf veranstaltete mit uns ein Powertraining im Nichtschwimmerbecken auf kleinem Raum, welches einigen von uns doch ziemlich zusetzte. Selbst auf einer so kurzen Distanz kann man ganz schön ins Schwitzen kommen. Auch bei der Kondition ist also noch Luft nach oben ;-).

Zurück im Hotel stärkten wir uns beim Frühstücksbuffet und bewaffneten uns mit dem Kaffee aus der Kaffeeflat für die erste Unterrichtseinheiten Anderls zum Thema “Leistungsphysiologische Grundlagen”. Anderl und Ralf waren in der Lage selbst solche spezifischen Themen wie “Leistungsphysiologie” und “Recht” informativ und vor allem kurzweilig vorzutragen. Besonders “Recht mit Specht” war sehr informativ und lehrreich. Natürlich darf auch ein Lob an alle anderen Referenten des Tages an dieser Stelle nicht fehlen. 

Beim Abendessen wurde dann viel über die gelehrten Themen und das Tauchen an sich diskutiert.

Am Sonntag ging es, wie bereits am Vortag, um 07:00 Uhr im Schwimmbad los. Dieses Mal übten wir Sprünge ins Wasser mit ABC und die Verbesserung des Kraulstils. Stichwort: peitschende Beine, welche Manni uns anhand einer “urzeitlichen Schnitzerei” (eine recht alte Schautafel des Schwimmbadinventars) erklärte.

Zum Ausklang hatten wir uns das warme Wasser im Wellnessbecken mit sportlicher Einlage in der “Schaukelgrotte” redlich verdient.

Nach dem reichlichen Frühstück ging es weiter mit wichtigen Unterrichten, wie z.B. der richtigen Ausrüstungskonfiguration oder der Sensibilisierung bezüglich des Themas “Sexualisierte Gewalt” in Sportvereinen. Besonders dieses Thema sorgte für viel “Diskussionsstoff” und eine rege Beteiligung der Gruppe. Klaus durfte mehr Fragen beantworten als er letztendlich Unterrichtszeit zur Verfügung hatte. Aber so soll es ja auch sein. Der folgende Unterricht zu “Grundlagen der Vermittlung” mit Manni war ebenfalls sehr informativ. Fußend auf diesem Unterricht bekamen wir dann auch die individuellen Themen für die eigene Lehrprobe. Einige trafen sich an diesem Halloween Sonntagabend noch in der Bar zu einem regen Gedankenaustausch.

Der letzte Tag (Allerheiligen) startete wie üblich um 07:00 Uhr im Schwimmbad. Diesmal war das DTG-Training dran und Manni gab in unserer 3-Mann-Gruppe jedem von uns eine spezielle Aufgabe, wie man mit Anfängern agiert. Im Anschluss machten wir flott noch ein paar mustergültige Sprünge mit DTG vom Startblock und beschäftigten uns im flachen Allzweckbecken mit Themen wie “Schnorchel ausblasen”, “Druckausgleich” und “Unterwasserzeichen”. Das letzte Thema wurde, da man doch schon leicht fröstelte, kurzerhand in das Wellnessbecken (30° Wassertemperatur!) verlegt.
Nach der Badeinheit wurde dann beim gemeinsamen Frühstück besprochen, dass wir die letzten wichtigen Theorieeinheiten vor dem Mittagessen beenden, um die z. T. weiten Heimreisen nach der Mittagspause antreten zu können.
Manni “mannifestierte” unser Wissen zur Vorbereitung unserer Lehrproben und Klaus referierte noch weiter über das Thema “Sporttauchen in verschiedenen Alters- und Zielgruppen”, welches uns am Vortag gefesselt hatte.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von unseren Ausbildern und unserer Gruppe bis zur Ausbildungswoche in Oberhaching. Wir freuen uns schon jetzt darauf!!
 
Dominik, Vinz, Charly

das obligatorische Gruppenfoto

die ersten Schwimmeinheiten

ein Bad für uns ganz alleine

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1. Tag – 04.09.2021

Nach einer langen Fahrt durch die Nacht ohne besondere Vorkommnisse sind die ersten Teilnehmer*innen und Ausbilder*innen der VDST/BLTV TL1-Praxisprüfung bereits um 04:00 Uhr in Sveta Marina angekommen – Morgenstund hat Gold im Mund!
Zur ersten Eingewöhnung vor Ort wurde um 7 Uhr in dieser kleinen Gruppe ein erster Spaziergang über den Platz, zum Strand und natürlich auch zur Tauchbasis gemacht, in der Hoffnung, wenigstens eine kleine Tasse Kaffee auftreiben zu können.
Gegen 9 Uhr sind noch weitere Ausbilder*innen eingetroffen und zum ersten Mal wurde der geräumige Aufbewahrungs-Container der Tauchbasis mit dem mitgebrachten Tauchequipment bestückt. Dabei wurden auch alte Bekanntschaften wieder erneuert, da zufällig eine Abordnung der Neptuns Taucherfreunde e.V. (Passau/Tittling) vor Ort war. Dem frisch gebackenen TL2 Christoph Anetzberger (Gozo 2021), der diese Gruppe unter anderem begleitete, wurde direkt gratuliert
Nachdem die Ausbilder*innen ihre gut ausgestatteten Zimmer im Apartment – Haus “Gianni” bereits direkt nach der Ankunft beziehen konnten, mussten die übrigen Lehrgangsteilnehmer*innen bis Mittag warten, um die Zimmer in den ebenfalls sehr komfortablen Häusern “Rudi” und “Karolina” belegen zu können. Die anwesenden Teilnehmer*innen nutzten die Zeit, um sich von der langen Fahrt zu erholen und versuchten Kraft für die bevorstehende, taucherisch herausfordernde Vorbereitungs- und Prüfungswoche zu sammeln.
Gegen Nachmittag trafen dann nach und nach weitere TL1-Anwärter*innen am Prüfungsort ein. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle unsere vier Gäste aus dem Hohen Norden, die sich unserem Lehrgang angeschlossen haben! Hut ab, dass sie diese lange Anreise auf sich genommen haben. Entsprechend des aktuellen Hygienekonzeptes bei TL-Prüfungen der für alle Teilnehmer*innen, Ausbilder*innen, Begleitpersonen und Basismitarbeiter*innen, wurden erste Corona-Schnelltest durch unseren Landestaucherarzt Andreas “Anderl” Stadler durchgeführt.

Unser bayrischer Sachabteilungsleiter Medizin “Anderl” Stadler bei der Untersuchung aller Nasenhöhlen. (Photo: Patrick Weiß)

Als Ausklang und gleichzeitig Einstimmung auf den nächsten Tag wurde eine Basiseinweisung gemacht. Dabei hat uns Axel Rimpler sowohl die gesamte Kompressortechnik als auch die Basis-Crew – mit der Basisleitung Lorena Karcher – und die Abläufe auf der Basis vorgestellt. Außerdem wurden uns die Aufgaben eines TLvD nahegelegt sowie der Tagesablauf des nächsten Tages besprochen.

Die Gruppe (Photo: Dieter Popel/Sophie Stadler)

Nach der anstrengenden Anreise sowie nach der Fülle an Informationen, klang der Abend in Kleingruppen aus, in denen bereits angeregt der Tauchgang des 1. Ausbildungstages besprochen wurde.

Der 1. Ausbildungstag begann mit einem frühen Eintreffen der Teilnehmer um 8:30 Uhr an der Tauchbasis, um sich mental auf die bevorstehenden ABC Übungen vorbereiten zu können.
Dazu wurde bei leichtem bis mittlerem Wellengang, geschätzte drei Beaufort, eine Stecke von 1000m geschwommen und anschließend beim Apnoetieftauchen der eigene Name in 10m Tiefe auf einer Schreibtafel fast leserlich verewigt.

: Glücklicher Patrick W. (Photo: Manfred Schlüter)

Gruppenfoto vor dem 1000m Streckenschwimmen (Photo: Manfred Schlüter)

Start des 1000m Streckenschwimmen (Photo: Manfred Schlüter)

Schönschreibübung in 10m Tiefe (Rückseite) (Photo: Christoph Baumann)

Im Anschluss hat unser Landesausbildungsleiter Manfred Schlüter noch vor dem Mittagessen die allgemeinen Bewertungskriterien für die Prüfungstauchgänge erörtert.

Nach dem Mittagessen begann dann die Gerätetauchzeit mit dem ersten Vorbereitungstauchgang unter der Prämisse einer Anfängerausbildung. Durch die Referate von Mario Metko und Till Grübler mit den Themen Handzeichen unter Wasser und dem Inhalt des “1. GDL*-Ausbildungstauchgangs” mit diversen Übungen, wurden wir auf den Tauchgang vorbereitet. Nach dem Briefing in den einzelnen Tauchgruppen stürmten dann alles Gruppen sehnsüchtig ins Wasser und absolvierten einen ersten erfolgreichen Tauchgang. Beendet wurde dieser mit einem ausführlichen Nachbriefing einschließlich Bewertungstendenz durch die Ausbilder Axel Rimpler, Dieter Popel (unser BLTV-Präsident), Manfred Schlüter und Klaus Merk.

Till Grübler beim Referat “1. GDL*-Ausbildungstauchgang mit Übungen” (Photo: Manfred Schlüter)

Nach der Berechnung der Atemminutenvolumen des soeben durchgeführten Tauchgangs hat uns Axel die Umkehrdruckberechnung nochmals erläutert. Anschließend wurden wir noch von Christoph Baumann – neben Dennis Geis unserer zweiter TL-3 Anwärter – über das richtige Verhalten an Bord aufgeklärt.

Zum Abschluss des zweiten Tages gab es noch den ersten Abgesang des Ausbildungsteams, vertreten durch Dieter Popel, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben einem ersten Lob aber auch auf die ersten verbesserungswürdige Punkte hingewiesen wurden.
Den ersten Ausbildungstag schlossen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zusammen mit den Prüfern gemeinsam in geselliger Runde in der berühmt berüchtigten Stamm – Pizzeria ab.

Die Gefährten (Photo: Manfred Schlüter)

Corporate Identity (Photo: Manfred Schlüter)

Verfasst von Patrick Weiß und Markus Härtinger

Montag, 06.07.2021

Montag, Tag zwei der Tauchlehrerprüfung in Sveta Marina, Kroatien. Petrus meint es weiterhin gut mit uns und auch diesen Tag durften wir bei bestem Wetter genießen. Die Nervosität des ersten Tages ist zwar weiterhin erkennbar, aber die Teilnehmer zeigen schon erste Anzeichen von Routine. Mit gewohnter Pünktlichkeit läutete der TLvD (Tauchlehrer vom Dienst) den Tag um 8:45 Uhr mit der aktuellen Wetterlage und der Corona Situation vor Ort ein. Als erster Tauchgang des Tages war ein Tieftauchgang angesagt. Die Details des Tauchgangs, wie geplante Tiefe, Übungen auf Tiefe und durchzuführende Deko-Stopps, wurden uns vom zuständigen TL-Anwärter vorgetragen. Zusätzlich wurden wir umfänglich über die möglichen Gefahren bei Bootstauchgängen hingewiesen. Mit zwei Booten ging es zum Tauchplatz “Felsentor”, einem großen, sehr schön bewachsenen Durchbruch durch einen Felsrücken in rund 38m Tiefe. Der Plan war, mit einem zügigen Freiwasserabstieg zum Durchbruch zu gelangen, hindurchzutauchen und dann auf der anderen Seite auf der Zieltiefe “40m+” ein paar von den Ausbildern vorbereitete Konzentrationsübungen zu absolvieren. Nach der Übung kam dann der “gemütliche” Teil des Tauchgangs, mit der Erkundung eines kleinen Wracks, das erst bei näherer Betrachtung als solches erkennbar war, da es mit dem Bug nach oben liegt und doch schon sehr zerstört ist.

Obwohl die Teilnehmer brauchbare Fähigkeiten im Setzen einer Boje zeigen, darf jeder bei jedem Tauchgang eine Boje schießen, um auch hier die nötige Routine zu erlangen. So auch bei diesem Tauchgang, was aber genaugenommen sehr praktisch war, da man damit die simulierte Deko und den obligatorischen Sicherheitsstopp deutlich einfacher auf der richtigen Tiefe absitzen konnte.
Obwohl wir jeden Tag schon früh am Morgen starten, zeigt sich doch, dass die Zeit insgesamt knapp bemessen ist. Mit den Referaten zu den Übungsinhalten, dem Briefing in den Gruppen, anrödeln, Bootsausfahrt, Tauchgang, Aufräumen, Nachbriefing und dem Führen des Tauchgangsprotokolls verging der Vormittag wie im Fluge.

Tauchgangsprotokoll – Norbert Rehm.jpg

Am Nachmittag stand ein Bootstauchgang zur “Nikolai’s Cavern” an. Die Hauptübung des Tauchgangs war die sogenannte “Fuchs – Jagd”. Die Gruppe wird dabei so aufgeteilt, dass zwei Taucher als Gruppe vornewegtauchen, mit einer zweiten Gruppe in 10 m Abstand hinter ihnen. Aus der hinteren Gruppe nimmt der Übende auf das Zeichen des Ausbilders seinen Atemregler aus dem Mund, taucht zu der vorderen Gruppe und zeigt “Out-of-Air” an und wird darauf hin über den Hauptatemregler des angetippten Gruppenmitglieds mit Luft versorgt. Dies hat bei allen gut geklappt, auch wenn sich beim ein oder anderen die üblichen kleinen Schwierigkeiten beim Wechsel auf den Zweitatemregler gezeigt haben.
Durch eine Gruppe wurde bei diesem Tauchgang sogar ein Seepferdchen gefunden, das sie aber ihrem Ausbilder Manni leider “vorenthalten” haben. Tja, Pluspunkte sammeln mag anscheinend nicht jeder. Einige haben aber zumindest die wirklich große Nacktschneck am Eingang zu Nikolai’s Cavern gefunden. Ein Prachtexemplar!

“Nacktschnecke – Dieter Popel.jpg”

Beim gemeinsamen, sehr leckeren Abendessen wurden dann die großartigen Eindrücke und Erfahrungen des Tages von unseren Nord- und Süddeutschen Teilnehmern leidenschaftlich diskutiert. Damit ging der zweite, wunderbare Ausbildungstag mit Übungstauchgängen in gemütlicher Runde zu Ende.

“Abendessen – Manfred Schlüter.jpg”

Die nachfolgenden Unterwasser Bilder zeigen eine kleine Auswahl, was es in den Gewässern vor Sveta Marina zu sehen gibt. Sie wurden außerhalb der Tauchlehrer Praxis Woche durch Till Grübler, einem der Teilnehmer, aufgenommen.

“Unterwasser 1 – Till Grübler.jpg”

“Unterwasser 2 – Till Grübler.jpg”

Norbert Rehm

Dienstag, 7.9.2021

Der dritte Tauchtag führte die 11 tapferen TL1 – Anwärter zunächst erneut zum Felsentor. Hier sollte die Übung “Aufstieg ohne Flossenbenutzung” aus 40m Tiefe bis 25m und anschließend bis 10m absolviert werden. Nachdem die Herausforderungen der Übung im morgendlichen Referat bereits detailliert vorgestellt wurden, konnte die Übung – trotz einer gewissen, strömungsbedingten Anziehungskraft des Blauwassers – auch von den meisten Teilnehmern zur Zufriedenheit der Prüfer gemeistert werden.
Nach der Mittagspause stand dann die “Demonstration der Rettung eines verunfallten Gerätetauchers” am Tauchplatz “Babino” auf dem Programm.
Nachdem der jeweilige Ausbilder die Übung einmal mit Ausbildungscharakter demonstrierte, durften die Teilnehmer die gezeigte Technik anschließend selbst anwenden. Danach übernahm der Ausbilder und führte die Teilnehmer für einige Minuten durch die topographisch ansprechende Unterwasserlandschaft. Die Teilnehmer sollten sich den Weg einprägen, um später den Weg ohne technische Hilfsmittel zurück zum Boot zu finden. Dies gelang glücklicherweise allen dank echter Teamarbeit. Unterwegs gab sogar noch große Seespinnen zu sehen.

Seespinne (Foto Dieter Popel)

Der Sonne entgegen (Foto Dieter Popel)

Nach dem obligatorischen Boje-Schießen zum Tauchgangsende waren alle wieder gesund und munter an Bord angekommen.

Rückweg Babino (Foto M. Schlüter)

Rückweg Babino 2 (Foto M. Schlüter)

Rückweg Babino 3 (Foto M. Schlüter)

Zum abendlichen “Abgesang” der Prüfercrew wurde die gesamte Gruppe noch für ihre Pünktlichkeit gelobt. Dieses Lob war Balsam für die Teilnehmer-Seelen, war Zeit in den letzten drei Tagen doch zu einem kostbaren und knappen Gut geworden.
Nachdem alles Tauchgerödel dann ordentlich für die Nacht verstaut war, lag das wohlverdiente gemeinsame Abendessen nur noch einen Corona-Schnelltest entfernt. Auch diese “Hürde” wurde von allen gemeistert, so dass wir den Abend entspannt bei Pizza und Kaltgetränken ausklingen lassen konnten.

Verfasserin: Kristin Walther, Lufthansa Sportverein Hamburg e. V., Sparte Tauchen

Mittwoch, der 8. September 2021

Tag 4 der Tauchlehrerprüfung in Sv. Marina, Kroatien.
Mit strahlend blauem Himmel und bestem Sonnenschein startete der Tauchmarathon. Für den heutigen Tag standen 3 Tauchgänge an. Wir starteten am Morgen mit dem letzten Vorbereitungstauchgang, um die Orientierung mit technischem Gerät vorzuführen. Dies funktionierte bei allen Gruppen mit einem zielführenden Ergebnis. Eine Gruppe hatte hier das auch gleich die Erfahrung machen dürfen, wie es ist, wenn Bootsführer die Taucherflagge nicht beachten. Obwohl der Abstand zum Boot, das direkt oben drüber fuhr ausreichen war, war es doch ein mulmiges Gefühl.
Zum Schmunzeln war bei diesem Tauchgang, dass es auch Ausrüstungsgegenstände gibt, die ein Eigenleben entwickeln.

Am Nachmittag stand der erste Prüfungstauchgang an. Hier durften wir unter Beweis stellen, wie gut wir die Erfahrungen der Vorbereitungen verarbeitet haben. Dank der guten Vorbereitung bekamen alle hier ihren “Daumen nach oben”, so dass dieser Tauchgang erfolgreich absolviert wurde.

Man konnte spüren, dass die Anspannung nun ihren Zenit überschritten hatte und nun bei den meisten etwas nachließ und sich eine gewisse Routine eingestellt hat.

Vor Allem hatten wir nun endlich verinnerlicht, was unseren Sport ausmacht. Die Faszination der Unterwasserwelt und wie man sie sicher genießen kann.
Leider konnten wir nicht alle Ausbilder zufriedenstellen, so dass immer noch die Präsentation eines Seepferdchens bei der Prüfungsleitung aussteht.

Am Abend stand ein Nachttauchgang an der “Right Wall” an. Dieser wurde nach gründlicher Einweisung durch den Referenten und dem anschließenden Briefing in den Gruppen zur Zufriedenheit Aller Mittauchenden beendet.
Ein TL3 Anwärter konnte sich nach den heutigen Tauchgängen auch über seinen 555. Tauchgang freuen.

Nach diesen drei Tauchgängen war es aber nun für diesen Tag genug und wir waren froh, dass wir uns endlich wieder aufwärmen konnten.
Leider fiel aufgrund der Tauchgänge auch das große Gemeinsame Abendessen aus.
Daher gab es zum Abendessen Selbstverpflegung.
Obwohl die Wassertemperatur hier noch um die 19°C liegt, kühl

Da es am Donnerstag an das Wrack der Lina gehen sollte, wärmte uns auch ein wenig die Vorfreude eines schönen Wracktauchgangs.

Wie dieser Tauchgang verlief und welche Erfahrungen hier gesammelt werden konnten, ist im nächsten Block zu lesen.

Text : Lars Utermöhle
Bilder: Marco Niebur

BLTV TL1 Praxisprüfung Sv Marina, Labin, Donnerstag, 09.09.2021,

Tag 5 der Tauchlehrerprüfung. Nach einem Tauch-Marathon-Tag, startet die Gruppe zwar ausgehungert, doch dennoch hoch motiviert in den zweiten Prüfungstag. Alle waren, wie mittlerweile üblich, bereits um 08:30 Uhr gut gelaunt an der Tauchbasis. Auf dem Programm für heute steht eine kleine Besonderheit, ein Wracktauchgang an der Lina. Nach den einleitenden Worten unserer TLvD Kristin und den einleitenden Worten der Ausbilder, folgte die Vorstellung des Tauchgangs durch Lars. Dann hieß es den Tauchgang in den Gruppen planen, Gerät aufbauen und ab auf die Boote.
Noch 50 min Bootsfahrt trennen uns von dem bekannten Wrack. Marco hielt noch im Hafen auf Boot 1 den Vortrag zur Beaufort-Skala und bekam selbst von nahliegenden Boot 2 Applaus. Während der Fahrt konnten sich dann die Teilnehmer des Bootes 2 über den strukturierten Vortrag von Lars bezüglich der Windstärken freuen. Damit die lange Fahrt nicht zu langweilig wird, durfte ich dann noch spontan einen kleinen Vortrag zum Aufbaukurs Gruppenführung halten, einem der Kurse, die wir dann nach unserer bestandenen Prüfung unterrichten dürfen.
Am Wrack der Lina angekommen trafen wir die letzten Vorbereitungen und die Vorfreude stiegt deutlich im Moment des Anlegens an der Boje. Wenige Minuten später geht es für die einzelnen Gruppen ab in die Tiefe, um dieses beeindruckende Wrack zu betauchen.
Nachmittags dann der zweite Tauchgang des Tages, unser 4. Prüfungstauchgang. Diesmal geht es an die “Left Wall”, einer wirklich schönen Steilwand nach einer flachen Sandmulde, östlich der Tauchbasis, an der wir bisher noch nicht getaucht sind. Ziel des Tauchgangs ist die Rettung eines verunfallten Gerätetauchers. Lehrbuchmäßig geübt hatten wir das ganze schon einmal vor ein paar Tagen. Nur heute machen wir es anders. Jeder soll sich von ca. 2 Meter über Grund ohne Körperspannung absinken lassen. Die Rettung erfolgt dann aus der Position, in der der “Verunfallte” zu liegen kommt. Die Übung lief dank der Vorbereitung gut ab. Damit haben wir alle anstehenden Tauchgänge des heutigen Tags erfolgreich abgeschlossen. Jetzt nur noch Nachbesprechen, Protokolle schreiben, Blog schreiben usw. Unser wohlverdientes Abendessen rückt in greifbare Nähe.
Und spontan noch “schockierende” Nachrichten: Unser beliebter Ausbilder Dieter wurde in seiner Unterkunft von einem ausgewachsenen Skorpion heimgesucht. Die Nachricht verbreitete sich rasant dank unserer Chat – Gruppe. Als Präsident des BLTV meisterte Dieter die Situation äußerst souverän und fängt das Tier mit einem Glas ein. Gefahr gebannt.
In diesem Sinne wächst die Vorfreude auf den letzten Prüfungstag und wir sind alle gespannt auf die finalen Ergebnisse.

Text: Christian Röhl

BLTV TL1 Praxisprüfung Sv Marina, Labin, letzter Tauchtag – Freitag 10.09.2021

An diesem letzten Tauchtag biegen die TL1 Anwärter*innen auf die Zielgerade ein, es stehen die letzten beiden Tauchgänge Nummer 11 und 12 auf dem Programm. Im morgendlichen Update bezüglich Wetter, Coronalage und Neuigkeiten aus dem Ausbilderteam verspricht uns Mario Metko als zuständiger TLvD sonnige Aussichten. Viele der Anwärter dürften das nicht nur auf das heutige Wetter beziehen, sondern auch hoffen, dass das auf das Bestehen der Prüfung zutrifft. Nach einem Kurzreferat von Eva Geis zu den Herausforderungen des “Aufstiegs ohne Flossenbenutzung” geht es in die einzelnen Tauchgruppen und der erste Tauchgang wird im Detail gebrieft.

Danach fahren wir mit unseren zwei Booten an den Tauchplatz “Felsentor” und können in den Teams beweisen, wie gut unsere Tarierfähigkeiten auch ohne zu Hilfenahme der Flossen sind. Die Übung wird häufig sehr professionell, vereinzelt auch mit kleineren Korrekturen, aber vor allem immer unter Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich von jeder Gruppe beendet. Weil danach noch Zeit und Luft übrig ist, können wir den Tauchgang mit Sightseeing im 10 m Bereich ausklingen lassen. Hier konnte dann auch unserem Ausbilder Manni Schlüter endlich das von ihm lange ersehnte Seepferdchen gezeigt werden, was dann von allen Gruppen noch mal genau in Augenschein genommen wird. Da Manni am Nachmittag mit organisatorischen Aufgaben beschäftigt ist und dieser Tauchgang somit sein letzter in dieser Ausbildungswoche war, kam das wirklich genau zum richtigen Zeitpunkt.

Nach dem Mittagessen hält Patrick Weiß das Referat zum zweiten Tauchgang. Bei diesem letzten Ausbildungstauchgang, werden verschiedene Übungen mit einem GDL*-Taucher simuliert. Dazu gehören zum Beispiel der Bleicheck an der Wasseroberfläche sowie das Ausblasen der Maske und das Herausnehmen des Atemreglers unter Wasser. Zur praktischen Durchführung fahren wir an den Tauchplatz “Babino”. Nach dem Sprung ins Wasser folgen u.a. erst mal der Test des Wasser-Nase-Reflexes, bevor wir uns eine geeignete, unbewachsene Sandfläche suchen, auf der die restlichen Übungen durchgeführt werden können. Auch hier kann anschließend noch etwas “Sightseeing” angehängt werden. Erwähnenswert ist hier die Vielzahl an Seespinnen, die hier in den Felsnischen vorkommen. Nach der erfolgreichen Beendigung des letzten Tauchgangs dieser Ausbildungswoche strahlen viele Gesichter bei den TL1 Kandidaten mit der Sonne am Nachmittag schon mal um die Wette.

Nach der Rückkehr in den Hafen erfolgt dann der traditionelle Freudensprung aller Teilnehmer und Ausbilder von der Hafenmauer der Marina und danach beginnt leider schon das große Packen, um nach einem weiteren Coronaschnelltest durch unseren Arzt Anderl Stadler dann auch für den feierlichen Abschluss und das Abschiedsabendessen bereit zu sein.

Um 20:00 Uhr treffen sich dann die erfolgreichen Teilnehmer und Ausbilder wie gewohnt zum Abendessen in der Pizzeria “Marino”. Nach dem Hunger und Durst gestillt sind, beginnt Manni mit der Verleihung der heiß ersehnten TL1 Lizenzen. Alle 11 Teilnehmer haben bestanden und freuen sich, ihre VDST – Taschen mit samt Tauchlehrerurkunde entgegen nehmen zu können. An dieser Stelle sei im Namen aller Teilnehmer noch mal dem gesamten Ausbilderteam – namentlich ganz besonders Manfred Schlüter – für die vielen hilfreichen Hinweise, die gute Organisation und ihren unermüdlichen Einsatz gedankt. Der Dank gehört aber auch dem Team der Tauchbasis Scuba Center in Sveta Marina, die mit ihrem Einsatz für einen reibungslosen Ablauf der Prüfung wesentlich beigetragen haben. Bis zur TL2 Prüfung, vielleicht trifft man sicher wieder ;-) …

Text und Bilder: Till Grübler

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Die nächste BLTV TL1 Praxisausbildung findet im Zeitraum 24.06.2022 – 03.07.2022 wieder in Sv. Marina, Kroatien statt. Das ganze Ausbilderteam des BLTV freut sich schon jetzt auf Euch, die ihr eure erste Tauchlehrer – Stufe anstrebt.

Klaus Merk, stellv. Landesausbildungsleiter BLTV

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