Tag 6 - Donnerstag, 04.07.2019

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An diesem leider etwas windigen Morgen fanden sich die Ausbilder nach ihrem täglichen Planungsfrühstück und die Anwärter nach ihrem täglichen „Motivations-Gruppenkuscheln“ wie jeden Tag überpünktlich an der Tauchbasis ein.
Der Tag wurde mit allerlei wichtigen Informationen zu den vergangenen Ereignissen zu diesem besonderen Datum (Geburtstag Horst Seehofer, Todestag Marie Curie und Independence Day), einem Wetterbericht und dem Ausblick auf den kommenden Tauchgang inklusive Gruppeneinteilung durch den amtierenden TLvD Michael eingeläutet. Anschließend stellte Florian den anstehenden Wracktauchgang zur „Lina“ vor und es konnte zügig mit dem Briefing gestartet werden.

Die „Lina“

Dort wurde durch die Ausbilder auch die heutige Übung aus dem Spezialkurs Problemlösung vorgestellt: Befreien aus einer Leine unter Zuhilfenahme von Schneidewerkzeug.

Nach dem Anrödeln und Verladen ging es innerhalb von anderthalb Stunden mit etwas Seegang ans Wrack, an dessen Lage sich das Wasser jedoch als badewannenglatte Oberfläche darstellte. Somit konnte gefahrlos ein wunderschöner Wracktauchgang durchgeführt werden, der beide Gruppen erst wieder nach einer Stunde an Bord erscheinen ließ. Auch aus den an den Anwärtern angebrachten Leinen konnten sich alle zügig befreien. Einzig ein Teilnehmer konnte es gar nicht abwarten loszulegen, sodass der Ausbilder zunächst etwas ins Schwitzen kam, um den sich drehenden Taucher einzuwickeln.

Robert hat seinen 250. Wrack Tauchgang abgeschlossen.

Nach dem durch die langen Fahrtstrecken verspäteten Mittagsessen wurde nach der Übergabe die Gruppeneinteilung zum zweiten Tauchgang „Rettung eines verunfallten Gerätetauchers“ vom neuen TLvD des Tages, Gerald, nun bei strahlendem Sonnenschein vorgestellt. Um auch hier die Kultur nicht zu kurz kommen zu lassen stimmte er die Gruppe zuvor mit etwas Lyrik ein:

„Das Meer ist weit, das Meer ist blau,
Im Wasser schwimmt ein Kabeljau.
Da kömmt ein Hai von ungefähr,
Ich glaub von links, ich weiß nicht mehr,
Verschluckt den Fisch mit Haut und Haar,
Das ist zwar traurig aber wahr.—
Das Meer ist weit, das Meer ist blau,
Im Wasser schwimmt kein Kabeljau.“Heinz Erhardt

Anschließend wurde die Rettungsübung von Steffen in einem Referat vorgestellt, woraufhin die Abläufe im Detail in den beiden Briefings geplant wurden. Daraufhin ging es zum zweiten Tauchspot des Tages „Nicolai Grotte“ um die Pläne in die Tat umzusetzen. Mit dem Eintauchen in das – Zitat eines Flensburger Kollegen – „lebensfeindliche, kalte Element“ (20°C Wassertemperatur) wurden erfolgreiche Prüfungstauchgänge der beiden Gruppen gestartet. Unter Wasser bot sich den Tauchern auf etwa 8 Metern Wassertiefe eine so sagenhafte algenbewachsene Unterwasserlandschaft, dass sie sich kaum losreißen konnten. Dennoch konnten die beiden „verunfallten“ Ausbilder erfolgreich zum Boot verbracht und Dank des beherzten Eingreifens der Anwärter an Bord gerettet werden – klar, dass da auch mal Teile der Ausrüstung flöten gehen können.

Beide Tauchgänge grün un uff mannermarisch: die G’schicht laaft!

Gemeinsames Palatschinkenessen zum Abschluss eines erfolgreichen Tauchtages.

Maike und Peter

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